Angst wahrnehmen und damit umgehen lernen

 
unsplash / @melwasser

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Angst zu haben ist völlig normal und erstmal nicht schlimm. Es wird nur dann schwierig wenn sie uns einschränkt und sogar an unserem eigenen Glück hindert. Doch wenn wir unsere Ängste akzeptieren und wahrnehmen erleichtert das Einiges.

Ich bin kürzlich im Zillertal-Urlaub einen wunderschönen Wanderweg gegangen - „Weg nach Klein-Tibet“.  An den Felswänden hingen hin und wieder kleine Schilder mit buddhistischen Weisheiten.
Eine der Weisheiten fand ich besonders schön und möchte diese daher heute mit Dir teilen.

Es geht um das Thema Angst. Ich war als Kind oft ängstlich und hatte vor vielen Dingen grundlose Angst. Als Erwachsener hat sich das langsam gelegt. Doch auch da kann ich nicht behaupten, dass mich bestimmte Ängste nicht überkommen. Auch wenn sie grundlos sind oder erscheinen sind sie eben da.

Meditation kann wahre Wunder bewirken. Einfach mal ausprobieren ;)

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Bewusstsein durch Achtsamkeitsübungen

Achtsamkeitsübungen und Meditation haben mir geholfen bestimmte Situationen besser einzuordnen. Allerdings bin ich auch noch auf meinem Weg absoluter Gelassenheit in jeder Situation. Es ist auch okay und menschlich nicht immer 100%ig gelassen zu sein.

Situationen wahrnehmen und sie anschließend reflektieren bringt oft ganz neue Erkenntnisse. Auch über einen selbst.

 

Angst und Unwohlsein wahrnehmen

Woher auch immer eine Angst kommt. Wenn sie dort ist merkst Du schnell, dass Dein Körper in diesem Moment unter Stress ist. Atmung und Puls werden automatisch schneller. Manchmal kannst Du es auch an deinen Händen erkennen. Sie zittern oder schwitzen vielleicht etwas.

Haben wir eine solche Situation wahrgenommen, können wir damit besser umgehen. Du kannst allein mit Deiner Atmung wieder etwas Ruhe schaffen. Konzentriert einatmen und wieder aus und dann mehrfach wiederholen bis Du merklich ruhiger wirst.

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überwinden oder damit umgehen lernen

Es funktioniert. Früher hatte ich wirklich Flugangst, so dass fast jeder Flug eine Qual war. Vor einigen Jahren wollte ich allerdings unbedingt nach Argentinien (allein). So ein langer Flug und permanente Panik ging irgendwie nicht. Mein Wille war so stark, dass ich allein dadurch meine Flugangst überwand.

Mittlerweile muss ich beruflich ab und an fliegen, woran ich mich zwar gewöhnt habe, doch sobald auch nur leichte Turbulenzen auftreten, überkommt mich ein Gefühl der Unsicherheit und des Unbehagen.

Natürlich weiß ich, dass ein Flugzeug das sicherste Verkehrsmittel ist. Es ändert aber nicht viel daran, dass ich nach wie vor kein großer Fan vom Fliegen bin.

Die Angst vorm Fliegen hat den Ursprung daran, dass ich die Situation nicht selbst im Griff habe und auf eine andere Person vertrauen muss.

Heute kann ich mit dem Vertrauen - dem Urvertrauen -, dass alles gut wird und einem konzentrierten Ein- und Ausatmen der Situation Herr werden.

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Woher kommt Angst?

Doch woher kommt eigentlich die Angst? Nun kommen wir zu dem Schild, dessen weisen Spruch ich Dir nicht vorenthalten möchte:

„Angst basiert auf der Annahme, dass etwas schlechtes passieren wird.“

Wenn ich so darüber nachdenke stimmt das auch. Wir malen uns schon im Voraus eine Realität aus, die negativ ist. Wir erwarten, oder besser gesagt manifestieren, etwas Schlimmes und entwickeln so die Angst.

Doch das Ganze kann auch andersrum funktionieren. Gehen wir positiv und voller Freude an bestimmte oder unvertraute Situationen, entwickeln diese sich wahrscheinlich dann positiv.

Wie man Angst entgegenwirken kann

Die Erwartungen im Vorfeld haben einen erheblichen Anteil daran, wie wir die Situation erleben werden.
Es ist unsere eigene Einstellung, die wir beeinflussen können und ebenso liegt es an uns, wie wir Situationen bewerten.
Man kann es nicht oft genug wiederholen: Alles was wir erleben kommt von uns selbst.

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Du hast es in der Hand

Es gibt fast immer zwei Möglichkeiten eine Situation zu betrachten. Wohlwollend und verständnisvoll oder lassen wir uns negativ beeinflussen. indem wir uns vielleicht sogar über bestimmte Menschen, Aussagen oder Situationen ärgern.

Gehen wir eher mit Wohlwollen an eine Situation ernten wir Gleiches. Natürlich ist das nicht immer leicht, deshalb hilft es ungemein dieses Wissen im Hinterkopf zu haben.

Bestimmt gibt es auch in deinem Umfeld Menschen, die etwas bei Dir triggern (Neudeutsch = auslösen / hervorrufen). Sei dann einfach nicht nachtragend und verärgert, sondern fange an Verständnis zu entwickeln und die Situation wohlwollend zu betrachten.
Wer wirklich mit sich im Reinen ist, lässt sich nicht von negativen Schwingungen mitreißen.

Wie gesagt wer Liebe und Wohlwollen schenkt, erntet Gleiches. Klingt schmalzig, aber da ist tatsächlich etwas dran.

 

Ich hoffe diese kleine Erkenntnis ist für Dich auch ein wenig hilfreich. Wenn ja, dann empfehle es gerne weiter oder lass mir Deine Gedanken zu diesem Artikel da. Wie immer würde ich mich wahnsinnig freuen.

 

Alles Liebe, Sandra