Schwarz-Weiß-Denken. Es gibt Alternativen!

 
schwarzweiß-Alternative.jpg

Du machst das schon

und zwar richtig.

Manchmal frage ich mich schon, warum es für viele lieber kompliziert sein soll, wenn es doch so einfach sein könnte.


Die heutige Überschrift klingt nach einem Beitrag über Mode, da ich ja doch einen recht schlichten Modestil habe und schwarz-weiß irgendwie immer dabei ist. Doch heute geht es um das Denken vieler Menschen in Schubladen und nach festen Regeln, was einen schon recht belasten kann, wenn man sich nicht davon frei machen kann.
Sich frei zumachen, von dem was andere denken oder sagen ist zwar leichter gesagt als getan, aber man kann es üben.

Wer nicht lesen mag, kann gerne in den Podcast hören :)

conscious hamburg

Jeder sollte für sich selbst entscheiden was richtig ist.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass viele Leute sich mehr damit befassen, was andere tun, als auf sich selbst zu schauen.
Warum ist es nur so wichtig was andere machen und warum muss man dann sofort seinen Senf dazu geben?
Entweder um zu betonen, dass man es anders sieht und es ohnehin viel besser macht oder um zu bekräftigen, dass man es aus bestimmten Gründen, welche dann auch genauest erläutert werden, ebenso macht.

Eben das ist es! Aus diesen und jenen Gründen! Sich selbst nochmal sagen, warum und sich damit die Legitimation einholen. Ich frage mich wozu und wieso?


Warum bewerten oder verurteilen wir ständig?

Ich habe da eine ganz große Vermutung. Es ist uns einfach extrem wichtig, was andere sagen oder denken. Anstatt auf uns zu hören und das zu machen wonach wir und vielleicht auch unser Körper einfach gerade Lust hat.

Ein ganz simples Beispiel:
Kürzlich habe ich einen Beitrag über die gesellschaftliche Stellung von Alkohol geschrieben. Nun habe ich neulich doch etwas getrunken. Sofort wurde angemerkt “Aha DU trinkst auch was?! Ganz nebenbei, ich habe ohnehin nie gesagt, dass ich nie wieder trinken werde, sondern nur wenn ich wirklich Lust darauf habe und das frei von gesellschaftlichen Anlässen - aber egal.
Jeder der Alkohol trinkt weiß, dass es eigentlich nicht gut ist. Doch scheint es dann irgendwie Auftrieb zu geben, wenn man jemanden, der wenig bis kaum trinkt, dann doch dabei zu “erwischen”. Schwups fühlt man sich wohl etwas besser?

Auch beim Thema Veganismus sieht das so aus.
Ich bezeichne mich zwar als Veganer, doch eher als einer, der sich so vegan ernährt, wie es eben geht (as vegan as possible) Ich möchte niemanden missionieren und anderen Leuten mit der für mich gewählten Lebensweise auch nicht auf den Keks gehen.
Ist es mal nicht möglich vegan zu essen, sei es auf Reisen oder bei bestimmten Veranstaltungen, dann sterbe ich davon auch nicht. ich bin da einfach entspannt. Es ist ohnehin meine Sache, wie ich das für mich leben möchte.

Doch dann kommen viele Leute, seinen es Bekannte, Freunde oder Kollegen (ohne hier einen Vorwurf machen zu wollen), “Ach bist Du doch nicht vegan?” “Das ist aber nicht vegan” und so weiter…


”Guck auf deinen eigenen Teller”

Ich persönlich finde, dass es Alternativen zu schwarz-weiß gibt und ohnehin viele Menschen besser beraten sind, indem sie sich auf sich selbst konzentrieren.
Meine Mutter hat immer gesagt “Guck auf deinen eigenen Teller” und das ist eine echte Lebensweisheit.

Warum nur bekommen das viele Leute einfach nicht hin?

Ich habe da eine ganz klare Vermutung. Sie sind unsicher und wissen selbst auch, dass es vielleicht nicht so gut ist, wie sie sich manchmal verhalten. Fehler bei anderen geben dem eigenen Ego dann wohl wieder etwas Wohlbefinden.
Wenngleich das echt traurig und völliger Schwachsinn ist.

Ähnlich ist es bei Menschen, die schlecht über andere Menschen reden. Warum machen sie das? Weil sie sich danach besser fühlen, weil sie ja alles ganz anders und viel besser machen.
Dies zu betonen und sich immer wieder laut zu sagen (auf Kosten anderen) gibt wohl selbst sie Legitimation. Jedoch ist es eher ein Zeichen von tatsächlicher Unsicherheit und Schwäche.

conscious hamburg

schwarz-weiß tragen…

okay, aber nicht so denken

Sich freimachen davon - aber wie?

Ganz ehrlich, ich stelle mich nicht als die Allwissende hin, die hier den Masterplan hat. Es ist verdammt schwierig und wir sind alle Menschen mit Ecken und Kanten. Doch hilft es schon viel sich bestimmte Situationen nachher in aller Ruhe reflektiert zu betrachten.
Dabei ist Verständnis für andere das A&O . Warum wurde das gesagt und ist es wirklich persönlich gemeint oder nehme ich es nur persönlich? Wenn es persönlich gemeint wurde, warum tangiert es mich? Hat es irgendwelche Auswirkungen für mich? Meist kann man dies mit Nein beantworten und sich dann einfach sagen, wie viel besser es ist darüber zu stehen.
Es ist Übung, aber wie das immer so ist… Übung macht den Meister und es ist auch noch kein Meister vom Himmel gefallen, oder?