Vegan Journey - Vegan ... jetzt echt?

 

Erst wenig bis kaum Fleisch, dann kein Fleisch und auch kein Fisch mehr uuuund dann weitestgehend keine Tierprodukte mehr…

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Heute möchte ich mal ein kleines Fazit zu meiner weitestgehend veganen Ernährung ziehen.
Die Hardcoreveganer sollten jetzt besser aufhören zu lesen, denn in ihren Augen darf ich das Wort vegan wahrscheinlich nicht mal in den Mund nehmen (welch ein Wortspiel ;-) )
Wenn Du allerdings neugierig und interessiert an gesunder und bewusster Ernährung bist, dann wünsch ich Dir viel Spaß beim Lesen.

Wenn Du nicht lesen magst, dann lausch gerne dem Podcast


Kein Fleisch und Fisch mehr?

Ich habe mich entschlossen kein Fleisch und kein Fisch mehr zu essen, weil ich schon lange das Gefühl hatte, dass es mir nicht wirklich gut tut.

Ich hatte in der Vergangenheit arge Probleme mit meinem Hormonhaushalt und damit einher auch mit meiner Haut. Irgendwo musste das doch herkommen, dachte ich mir.
Überzeugt davon, dass die hoch industrialisierte Massentierhaltung (ob bio oder konventionell) dazu beigetragen haben konnte, entschloss ich mich relativ spontan fortan kein Fisch und kein Fleisch mehr zu essen.

Warum?!

Mikroplastik, Antibiotika, Hormone und sonstige Doping-Medikamente, die dazu beitragen, damit die Tiere noch wirtschaftlicher (aus)genutzt werden können. So kosteneffizient wie möglich versteht sich.

Dazu kommt in Kürze auch noch ein Blogpost ;)

Ich begann mich nun auch wirklich mal mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Dabei bin ich auf so viele Dinge gestoßen, die mir vorher einfach nicht bewusst waren.
All das bestärkte mich nur noch mehr, auf dem richtigen Weg zu sein.

Du bist jetzt aber nicht auch noch vegan, oder?

Wenn ich meinem Umfeld erzähle, dass ich kein Fleisch/Fisch mehr esse, kommt verhäuft die Reaktion “jetzt aber nicht auch noch vegan, oder?!”
Ja, was soll man denn da antworten, wenn schon ein Vorurteil mitschwingt?
Egal welche Antwort man gibt, es entsteht sofort eine ungewollte Diskussion.
Vielen finden es erstmal schwachsinnig, auch wenn einige das so direkt nicht sagen, andere wiederum schon.
Jeder hat eine Meinung, wenngleich sich die meisten mit dem Thema noch nicht wirklich ernsthaft auseinandergesetzt haben,

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Die Lüge: “Wenn ich Fleisch esse dann nur bio und wenn ich weiß wo es herkommt”

Auch diesen Satz höre ich fast immer. Ganz ehrlich: hab ich früher bestimmt auch mal von mir gegeben. Reflektierend betrachtet war das aber eine Lüge. Eine Lüge, damit man sich selbst vielleicht irgendwie besser fühlt und sich die Legitimation zum Fleisch/Fisch-Konsum gibt, wenngleich auch unbewusst.

  • Fleisch vom Fleischer des Vertrauens… weißt Du wirklich wo die Tiere herkommen und wie sie geschlachtet werden?
    Nur weil das Fleisch beim Schlachter oder auch beim Dorfschlachter gekauft wird, heißt das noch gar nichts.

  • Was ist mit dem Essen in der Kantine, in Restaurants oder Cafés ? Kannst Du das zu 100% sicher sein ?
    Jetzt vergiss bitte nicht die Tortellini oder die Carbonara (auch das ist Fleisch!)

  • Bio ist leider auch nicht wirklich besser. Auch hier werden die Tiere nicht gut gehalten, wenn sie dann geschlachtet werden.

  • Bio ist nicht gleich bio.

  • Milchkühe erleiden eine ganz schöne körperliche Qual, egal ob bio oder konventionell… sie sind nämlich permanent Schwanger, damit sie Milch geben, die eigentlich für Kälber gedacht ist.

 

Mein Körper! Meine Entscheidung!

Ich finde es völlig okay, wenn Leute für sich entschieden haben, dass sie Fleisch / Fisch essen wollen. Jeder wie er mag eben. Das akzeptiere und respektiere ich.

Eins nervt allerdings wirklich - Die Statements zu einer persönlichen Entscheidung, ohne sich wirklich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt zu haben. Alles basiert auf schlechtem Halbwissen und Vermutungen.
Was soll man dann machen? Widersprechen? Dann steht man ja sofort als derjenige da, der missioniert, obwohl es eigentlich andersrum anfing.
Einigen möchte man dann schon seine Meinung sagen, aber es bringt nichts. Auf welchem Niveau soll man denn diskutieren, wenn es ohnehin nur auf Halbwissen basiert?!

Man lebt gesünder - regt sich also nicht auf- , wenn man es einfach überhört und das Thema wechselt.


Veganer können auch anstrengend sein

Ähnlich ist es aber auch mit manchen Veganern, Hier gibt es diverse Gruppen und diverse Motive sich vegan zu ernähren. Da meint jeder oft, dass sein Motiv genau das richtige und ehrenwerteste ist und beäugt andere Veganer oder Vegetarier stets kritisch.

Super unnötig!
Es ist doch toll, wenn sich jemand anfängt mit dem Thema zu beschäftigen und schon mal kein Fleisch mehr isst.
Besser als gar nichts.
Trägt man als Veganer Lederschuhe, auch wenn sie aus vorherigen Zeiten stammen oder Secondhand sind, geht das für manche gar nicht… Auch hier sollte man einfach mal auf seinen eigenen Teller gucken und sich entspannen.

Das Fazit meiner “Vegan Journey”

Ich bin kein 100%iger Veganer, da ich ab und an noch Produkte esse, in denen tierische Inhaltsstoffe enthalten sind. Kürzlich hatte ich auf Dienstreise sogar eine Pizza mit richtigem Käse.

Diese Sachen bleiben für mich die Ausnahme, weil es in bestimmten Ecken einfach nicht so leicht ist und man nicht immer unbedingt Lust auf Salat hat.

Eine Option hier wäre es im Restaurant oder unterwegs zu fragen, ob man das Essen veganisiert bekommen könnte.

Ich finde für jemanden, der 30 Jahre Fleisch, Fisch und viel Joghurt etc gegessen hat, hat sich schon beachtlich viel verändert.

  • Milch, Joghurt und Käse wurden ersetzt.
    (Die Pflanzenmilch machen wir mittlerweile sogar selbst)

  • Fleisch und Fisch, sowie andere Meerestiere gibt es für mich nicht mehr
    (und ich vermisse es auch tatsächlich nicht)

  • Das Frühstücksei entfällt

Natürlich kommt es auch mal vor, dass ich ein Stück Kuchen (Eier o. Quark) esse oder mein geliebtes Laugenbrötchen (Milch) am Wochenende.

Es ist aber wirklich sehr selten geworden, sodass ich derzeit schon zu 80% vegan lebe.
Damit geht es mir bereits so viel besser.
Für mich ist es auch schwierig von heute auf morgen 100% umzustellen.
Mir ist es auch egal, wie andere das finden.

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Was hat sich geändert?

  1. Ich schlafe besser

  2. Mein Hautbild hat sich verbessert
    (erheblich, sodass ich schon von anderen darauf angesprochen wurde)

  3. Meine Haare sind kräftiger

  4. Ich habe mehr Energie und liege nicht so viel auf der Couch

  5. Ich bin beim Sport tatsächlich leistungsfähiger


Dennoch ist Vorsicht geboten!

Es gibt Studien, die besagen, dass vegane Ernährung gesund ist.
Genauso gibt es aber auch Studien, die belegen, dass man dann einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen hat, was gerade in der Schwangerschaft kritisch sein kann.
Hier sollte man sich auf jeden Fall testen und beraten lassen (großes Blutbild).

Wenn man sich zwar vegan, aber dafür einseitig ernährt, ist das nicht gesund.
Daher sollte man schon auf eine ausgewogene und abwechselungsreiche Ernährung achten.
Zu viel Soja zu konsumieren ist auf jeden Fall nicht gut und auch die veganen Fertigprodukte sind mit Vorsicht zu genießen (das gilt aber auch bei nicht-veganen Produkten)

Dokumentionen & weitere Informationen:

Alles in Allem haben gewisse Dokumentationen und Kanäle mich so nachhaltig beeindruckt, dass ich an meinem Vorhaben festhalte und sie Dir auch gerne hier empfehle:

http://www.whatthehealthfilm.com/

http://www.cowspiracy.com/


https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL3JiYi1vbmxpbmUuZGUvZG9rdS8yMDE4LTAxLTI5VDIxOjAwOjAwX2Y2NThhNWQ3LTVkODItNDBlOC05ZDlkLTU1MjQxZDdlYjAxNi9sZWJlbi1vaG5lLWZsZWlzY2g/


Food Inc.

Vegan ist ungesund:
(etwas anstrengende Einspieler aber die Jungs treffen mit dem was sie sagen voll ins Schwarze…)




https://www.youtube.com/watch?v=Hqy4pA0XKtM
https://www.youtube.com/watch?v=s3wbVpEctIw
https://www.youtube.com/watch?v=Qn3PZa4bUCE&t=28s